Freitag, 05. August 2011
Geschrieben von: troschan

Nach langer, langer Zeit habe ich es auch endlich geschafft, dass sich auch LA Noire bei mir im Laufwerk der Playstation 3 dreht. Immerhin 3 Monate nach der Veröffentlichung im Mai 2011.
Es ist in der Tat ein einzigartiges Spiel, denn LA Noire legt, im Gegensatz zu sonstigen Spielen von Rockstar, wie Grand Theft Auto 4 oder Red Dead Redemption, den Fokus des Spiels auf die Spurensuche und Gespräche mit Verdächtigen, anstatt sich auf die Actionanteile zu konzentrieren. Wobei das Spiel auch nur von Rockstar produziert wurde, programmiert jedoch von Team Bondi.
Aber der Reihe nach: Worum geht es überhaupt bei L.A. Noire?
Das Spielgeschehen ist in den späten 1940'ger Jahren angesiedelt, kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Ihr übernehmt die Rolle von Cole Phelps, welcher gerade beim Los Angeles Police Department anfängt. Zu Beginn des Spiels seit ihr Streifenpolizist, und erarbeitet euch nach und nach Aufgaben bei immer anderen Abteilungen der Polizei.
 - Cole Phelps
Die Haupt-Story entwickelt sich immer im gleichen Stil fort und ist in verschiedene Fälle unterteilt, etwas was auch gerade dem Gelegenheitsspielern wie mir entgegen kommt, da man in einer Spiel-Session die in sich abgeschlossene "Fälle" spielen kann, und damit einen guten Anfangs- und Endpunkt hat. Pro Abteilung die man durchläuft hat man ungefähr 5-6 Fälle an denen man arbeitet, insgesamt gibt es 21 Fälle.
Ablauf der Fälle
Zu Beginn eines Falles gibt es immer ein kleines Video, welches einem die Tat näher bringt, ähnlich wie die Einführung in einer Fernsehkrimi-Folge, man den Täter aber nicht erkennen kann. Danach folgt ein Briefing in der Polizeiwache, wo einem der entsprechende Fall, mit ein paar weiteren Fakten garniert, zugeteilt wird. Mit seinem jeweiligen Partner macht man sich dann auf den Weg zum Ort des Verbrechens und untersucht diesen gründlich. Dazu gibt es 2 Hilfen in der Spielmechanik. Einerseits läuft eine Melodie im Hintergrund die euch andeutet, dass es immer noch weitere Hinweise an diesem Ort gibt, so lange ihr nicht alle relevanten Hinweise gefunden habt. Die 2. Mechanik ist ein Vibrieren des Controllers sobald ihr euch in der Nähe eines potenziell interessanten Gegenstandes, bzw. Hinweises befindet. Jedoch gib
t es auch eine ganze Reihe von nutzlosen Hinweisen. Insgesamt ist das Vibrieren des Controllers eine sinnvolle Hilfe, da man ansonsten leicht einige Hinweise verpassen würde, da man Sie einfach nicht sieht. Falls Ihr etwas gefunden habt, müsst ihr im Zweifelsfall das jeweilige Beweisstück noch einmal detaillierter untersuchen. Dieser Teil des Spiels ist sehr "entschleunigt" und war mir persönlich teilweise etwas zu undynamisch, da man am Anfang erst einmal den Tatort sehr gründlich und manchmal auch langatmig untersuchen muss.
 - Besprechungsraum - Vekehrsabteilung
Neben der Suche nach Beweisstücken und Hinweisen ist der zweite wiederkehrende Aspekt eines jeden Falles die Befragung von Verdächtigen und Zeugen. Hier brilliert auf jeden Fall die Grafikengine, da die Gesichter und auch die Mimik von Personen sehr gut imitiert wird, oftmals etwas überzeichnet, dies ist jedoch auch nötig, da der Spieler nach jeder Frage entscheiden muss ob der Gesprächspartner die Wahrheit gesagt hat, ob man dies bezweifelt oder gar mit Hilfe eines Beweisstückes der Lüge überführen kann. Oftmals fällt einem die Entscheidung auch schwer, so dass man verdiente "Intuitionspunkte" einsetzen kann, um zum Beispiel eine falsche Antwort wegfallen zu lassen.
Des Öfteren gibt es dann auch kleinere Action-Passagen, wie Verfolgungsjagden in Autos, zu Fuß Verdächtige verfolgen und stellen oder Schußwechsel, diese dominieren jedoch nicht die Fälle, sondern sind eher in diese eingestreut, manchmal stellt sich das Gefühl ein, dass man diese gar nicht gebraucht hätte, sich vielleicht noch stärker auf seine Stärken konzentrieren hätte sollen, aber diese Einlagen lockern gleichzeitig den Spielfluss auch nochmal wieder auf, so dass der Spielablauf nicht übermäßig repitiv wird.
Und was gibt es sonst so?
Neben den Fällen kann man im Los Angeles der 40'ger Jahre noch einiges anderes unternehmen. So kann man nach allen 90 Autos suchen, die es in der Stadt gibt, oder aber 13 Zeitungen sammeln, die weitere Details aus der Hinterg
 - Eine der sammelbaren Zeitungen im Spiel.
rundgeschichte verraten. Es gibt 40 Straßenverbrechen, die aber primär auf Konflikt aus sind, oder Goldene Filmrollen, die man sammeln kann. Eines ist diesen zusätzlichen Elementen aber gemein: Sie wirken aufgesetzt und im Nachhinein implementiert. Am Besten finde ich noch die Zeitungen, da Sie eine überschaubare Anzahl sind, und gleichzeitig eine interessante, neugierig machende Geschichte erzählen.
Abschließendes
Ja, die Spielmechanik ist etwas repetitiv. Aber das ist egal, denn LA Noire ist etwas ganz eigenes.
Kein klassisches Action Spiel, kein GTA IV und auch kein RDR, sondern förmlich ein Staffel Fernsehkrimi zum Mitspielen. Jeder Fall eine eigene Folge. Die Geschichten und Fälle sind wunderbar erzählt, die Charaktere auf die man trifft sind oft glaubwürdig und wirken nicht nur auf Grund Ihrer Mimik, sondern auch auf Grund Ihrer (zugegebenermassen englischen) Sprachausgabe realistisch und "echt". LA Noire ist brilliert in der Erzählweise und der Geschichte, nicht jedoch in der Spielmechanik. Diese könnte vielen Leuten zu simpel sein. Mich jedoch hat die Geschichte gefangen genommen, daher verdient sich das Spiel auf jeden Fall meine Empfehlung.
Freitag, 11. März 2011
Geschrieben von: troschan
Microsoft hat mal wieder eine Zubehör-Aktion bei einigen Händlern gestartet, vielleicht findet sich ja für diejenigen was, die unbedingt noch Zubehör für Ihre 360 brauchen: Beim Zubehör-Festival 2011 im März kommen Xbox Besitzer einen Monat lang in den Genuss von Original Xbox 360-Zubehör zu reduzierten Preisen. Sie sparen in diesem Zeitraum bei ausgewählten Xbox 360-Zubehör bis zu 20%. Wer zum Beispiel schon lange geplant hat, ein neuen Xbox 360 Wireless Controller, ein Xbox 360 Wireless Headset oder ein Xbox 360 Chatpad zu kaufen, für den ist nun der ideale Zeitpunkt dafür. Natürlich gibt es noch mehr Zubehör Produkte im Angebot. Dieses Angebot gilt nur im Aktionszeitraum (bis einschließlich 02.04.2011) bei teilnehmenden Händlern und nur solange der Vorrat reicht.
Montag, 09. August 2010
Geschrieben von: troschan
Despair - die Verzweifelung, ja das ist genau das was ich mit diesem Spiel bis jetzt erlebt habe. Von Harmony - der Harmonie konnte in meinem Test keine Rede sein.
Grundsätzlich kannte ich Castlevania ja bereits, ich habe schon einige Ausgaben auf dem Nintendo GBA und DS gespielt. Jedoch habe ich selten so etwas uneinsteigerfreundliches wie dieses Castlevania erlebt. Es gibt keinerlei Tutorial oder irgendetwas, man wird direkt in das erste Level geworfen. Und das ist einfach mal so richtig bockschwer! Für einen ungeübten Castlevania Spieler wahrscheinlich nicht wirklich schaffbar, es ist eher ein Frusterlebnis, denn ein vernünftiges Spielerlebnis!
Die größte Neuerung des Spiels ist der Multiplayer, nun können 6 Vampirjäger gemeinsam auf die Reise gehen. Es ist auch ratsam dieses Spiel mit mehreren anzugehen. Die Ladezeiten sind für ein Spiel mit dieser Optik beim Levelstart auch jenseits von Gut und Böse.
Ich würde auch fast schon so weit gehen und sagen dass die Testversionen so verspätet kamen (2 Tage nach dem Release des Spieles), da die Entwickler bereits wussten wie die Reviews des Spieles aussehen würden. UPDATE: Wie mir mitgeteilt wurde, sind scheinbar nicht alle Testversionen so spät angekommen. Daher ist dies keine richtige Vermutung gewesen, sondern offensichtlich eine falsche.
Steuerung
Die Steuerung an sich ist okay. Mit den farbigen Tasten löst man Nah- und Fernkampangriffe aus. Mit dem linken Analogstick bewegt man sich.
Grafik & Sound
Der Name im Marketplace - Castlevania HD - suggeriert wahrscheinlich auch absichtlich High Definition, meiner Meinung nach hat das Spiel mit High Definition so viel zu tun wie ein Nintendo DS Titel. Sicherlich kann man sich fast das ganze Level auf dem Screen anschauen, nur kann man dann gar nichts mehr erkennen, geschweige denn seinen Charakter steuern oder spielen. Man kann mit dem rechten Stick umschalten, so dass der Charakter in 2- oder 3-facher Vergrößerung dargestellt wird. Hat auch nur 20 Minuten gedauert bis ich das raussgefunden hatte, das Spiel erklärt von sich aus nämlich mal so gar nichts. Das Umschalten der Grafikeinstellung ist auch bitter nötig, damit ich überhaupt irgendetwas auf meinem 46 Zoll LCD erkennen konnte, der Nachteil der Vergrößerung: stellt euch Nintendo DS Grafik auf einem 46 Zoll vor; dann wisst ihr wie das Spiel aussieht! Der Sound ist gut, die Effekte passen.
Schwierigkeit
Castlevania war noch nie einfach. Dieses Castlevania ist aber wirklich auf den Multiplayer ausgelegt. Für den Einzelspieler gewinnt der Titel des Spiels sarkastisch an immenser Realität wenn man das erste Level immer wieder und wieder probiert. Spätestens beim ersten Boss wird man (meiner Meinung nach) sterben. Und wenn man stirbt darf man von neuem Anfangen! Wieder mal 20-30 Minuten zu Boss. Wieder sterben! Wieder neu anfangen! Nach 2 Stunden hat man den Boss 4 Mal gesehen und ist 4 Mal gestorben im Singleplayer... Super Spielprinzip! Ist ungefähr auch so spassig wie es sich anhört!
Die fehlende Einführung wirkt sich auch drastisch auf die Schweirigkeit aus. Man muss alles selber herausfinden. Wieso wird nirgendwo erläutert, was für eine Waffe welcher Charakter hat und was die Unterschiede sind? Scheinbar kann man Waffen auch upgraden? Wieso wird einem das nirgendwo erläutert?
Fazit
Für Castlevania Jünger mag das Spiel gut sein. Für Leute die den richtig knackigen Schwierigkeitsgrad in der Gruppe meistern möchten bestimmt super.
Im Rahmen meines Testes hätte ich am liebsten das Spiel mit einem Messer von meiner 360 Festplatte gekratzt und aus dem Fenster geschmissen. Es war hässlich und bot eine frustrierende Spielerfahrung! Ich kann einfach nichts positives berichten, ausser vielleicht dass es zu 6. bestimmt ganz nett ist...
Falls ihr überlegen solltet euch das Spiel zu kaufen: auf jeden Fall vorher testen!
3/10 Punkten
Nachtrag 2: Lanzelet hat das Spiel auch für GBase einem Kurztest unterzogen und lobt vor allem das Kooperationsfeature, aber auch der Schwierigkeitsgrad wird angesprochen. Nachlesen könnt ihr sein Review hier.
Donnerstag, 05. August 2010
Geschrieben von: troschan
Castlevania Harmony of Despair ist heute veröffentlicht worden und damit das dritte Spiel des diesjährigen Summer of Arcade. Das Spiel ist komplett in 2 D gehalten und bietet euch die Möglichkeit im Koop über XBox Live Untote zu vernichten. Es kostet, wie alle anderen Spiele des Summer of Arcade 1200 Microsoft Points. Eine Testversion ist ebenfalls im Marketplace zu finden.
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